„It’s the wrong kind of place to be thinking of you“
„It’s a small crime – and I’ve got no excuse“
Diese Zeilen stammen aus einem wunderschönen und sehr traurigen Lied, das 9 Crimes heisst und von Damien Rice ist. Es enthält eine solche Kraft für mich, dass ich es gleich versucht habe, auf dem Klavier zu spielen. Und jetzt höre ich es mir immer wieder an, auch wenn ich ein wenig traurig und nachdenklich dabei werde. Aber vielleicht muss das manchmal auch so sein. Nachdenklichkeit ist doch eine gute Voraussetzung, um einen Blog zu schreiben, nicht?
Aber ich frage mich, ob diese Zeilen, aus dem Zusammenhang gerissen, auch auf meine Situation und diejenige vieler anderer zutreffen.
Bei diesem Lied beginne ich, über Liebe nachzudenken, da es von gescheiterter Liebe, Enttäuschungen und Fremdgehen handelt. Wer bestimmt, dass eine feste Beziehung gewisse Grenzen setzen soll, die verbieten, an andere zu denken, als an den Partner? Vor allem bei junger Liebe. Oder vielleicht auch nur Verliebtheit?
Wann fängt Fremdgehen an? Miteinander schlafen? Küssen? Umarmen? Oder doch schon im Kopf?
Ist es ein Verbrechen, sich zu anderen Personen hingezogen zu fühlen? Ich spreche nicht von verlieben. Ich meine nur eine gewisse Kraft, die man spürt, die einem zu anderen Menschen hinzieht, der nicht der/die eigene FreundIn ist.
Wofür verpflichtet man sich, wenn man eine feste Beziehung eingeht? Vor allem in meinem Alter? Wer redet denn von Zukunftsplänen, Heirat, Kindern? (Fast) Niemand!
Ich kann mir diese Fragen nicht beantworten. Vielleicht ist es gut, dass man sich – auch in einer Beziehung – doch nicht immer alles erzählt. Dabei geht es selbstverständlich nicht um Lügen. Nur um kleine Geheimnisse.
Ich denke, dass gewisse Grenzen überschritten werden dürfen. Aber nur, wenn man dabei niemanden verletzt – weder psychisch noch physisch…