Lady Ann meets England











Hallo zusammen!

Der Alltag hier hat mich schon lange wieder zurück und jetzt ist schon wieder Sonntag.
Ich denke, obwohl mir gewisse Tage sehr lange vorkommen, dieser Austausch wird mir, rückblickend, wie ein Monat anmuten, nicht wie ein halbes Jahr.

Es ist immer noch ein seltsames Gefühl, nicht zu wissen, was zuhause passiert. Die Freunde und Familie nicht zu sehen. Zu verpassen, was in der Schule gelernt und sowieso wieder vergessen wird. Seit zwei Monaten nicht mehr im Migros „Zmittag“ gegessen zu haben. In England zu sein und sich dessen gar nicht wirklich bewusst zu sein. Könnte überall in der Welt sein, nicht? Englisch zu reden und deutsch zu denken, aber gar nicht zu merken, dass man Englisch spricht. Könnte doch genauso gut deutsch sein, nicht? Dieselben Probleme und Lösungen wie eh und je zu haben. Könnte mir in der Schweiz doch auch passieren, nicht?
Musik zu hören (wenn sie funktioniert :) ) und am Computer zu sitzen. So langweilig wie zuhause, nicht?

Irgendwie bin ich im Moment ziemlich nachdenklich. Ich sehe im Moment den Sinn nicht. Das ist nichts schlechtes, mir fehlt nicht die Motivation oder der Wille, hier zu bleiben. Trotzdem komme ich nochmals heim, ca. vom 30. März bis 7. April. Vielleicht war ich doch noch nicht soweit? Wer weiss. Vielleicht bringt mir dieser Aufenthalt Reife? Eine andere Lebensansicht? Veränderung? Oder doch gar nichts? Wer weiss.

Zurück zum Alltag.
Am Freitag war die Aufführung von Performing Arts, Dance and Drama. Ich war auch dabei, habe in einem kleinen Sketch eine Lady namens Amanda gespielt. Es lief ziemlich gut, wir konnten dem Publikum (trotz mittelmässigem Skript) doch einige Lacher abgewinnen. Ob an den richtigen oder falschen Stellen spielt keine Rolle, oder? :)
Am Donnerstag ist dann Performing Arts, Music angesagt. Ich bin im Chor, wir singen Stücke aus dem Musical „Joseph and his multicoloured dreamcoat“ (oder so ähnlich hehe =) ).

Gestern waren wir mal wieder in Maryhill und haben nachher ziemlich lange Die Sims 2 gespielt, das ich von zuhause mitgebracht habe.
Wenn ich hier fertig geschrieben habe, werde ich wieder rübergehen.

Im Moment geht es mir ziemlich gut, es ist eigentlich alles in Ordnung. Klar könnte das Soziale noch besser sein und die ganze Situation spannender oder abwechslungsreicher. Aber ich denke, ich habe ein bisschen zu hohe Anforderungen an das Ganze hier.

Vielleicht kann ich ja nächstes Wochenende etwas mit Ani unternehmen? Sie wäre sicher bereit, etwas zu machen. Ich glaube, ich werde sie einfach fragen, ob ich sogar bei ihr übernachten könnte. Ich fände das supertoll, aber getraue mich nicht wirklich, sie zu fragen. Aber ich denke, ich werde es einfach machen. Ich mag Ani nämlich ziemlich gerne und sie hat in letzter Zeit ein paar Probleme gehabt. Ich hoffe, ihre Mutter würde mir erlauben, zu Ani nach Hause zu kommen. Wir werden sehen.

Ganz liebe Grüsse
Annick



emsti sagt:

hallo

Englisch redä und sich garnöd bewust si das mär Englisch ret isch doch dä sinn vo mänä Ustusch. So lernsch d Sprach bessär oni dasts würklich märksch, isch doch praktisch! :)
Und insovern hät där dä Ustusch ja scho öpis bracht und är wird sichär nöd umäsucht gsi si.

Das das „ganzi“ chli spannändär und abwächsligsrichär wird chasch ja au sälbär no än Teil däzuä biträgä, odär? ;)
Ich würd d Ani bald frägä wil si brucht (warschindlich) au no Zit zum iri Eltärä z frägä öb du bi irä chasch schläfä.

än liäbä Gruäss
Emanuel



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